Jahreskreis * Reinigunszeit * Yule & Imbolc


Bestimmt hast du in den „Frequenzen des Monats“ schon gesehen, dass dort das Jahreskreisfest Yule auf dem Kalenderblatt für den Dezember vermerkt ist.
Heute möchte ich dir gerne etwas mehr über dieses (und ein weiteres) Jahreskreisfest erzählen…

Yule (kennst du vielleicht als Wintersonnenwende) und Imbolc sind geprägt vom Thema „Reinigung„.
Die Natur ist durch die „Ruhezeit“ (Mabon & Samhain) hindurch still geworden. Hat sich ein Stück weit in sich gekehrt. Die Kräfte der Pflanzen und Bäume sind in die Wurzeln zurückgekehrt, um sich in der Dunkelheit des Bodens zu regenerieren, sodass sie im Frühling erneut sprießen und erblühen können.
Auch an dir selbst, deinem Inneren, dürfte dieses „in-sich-kehren“ nicht spurlos vorüber gegangen sein.
Vielleicht hast du bemerkt, dass auch du dich in der letzten Zeit ein Stück weit in dich selbst zurückgezogen hast? Vielleicht verspürst du ein verstärktes Bedürfnis nach Ruhe und Gemütlichkeit? Vielleicht ist auch deine Wahrnehmung ein wenig mehr auf dein Inneres fokussiert und das Außen etwas in den Hintergrund gerückt?
Vielleicht besinnst du dich gerade mehr auf deine Wurzeln, die Kraft, die dir Stabilität gibt und die doch tief verborgen ist? Mit dieser Rückbesinnung auf unsere Wurzeln, unseren Ursprung, unsere tiefste Kraft erhält unser Inneres, unser Unterbewusstsein, eine ganz neue Präsenz.
Doch hat diese Rückbesinnung & Innenschau durchaus auch ihre beängstigenden Seiten. Nicht immer ist es schön, was wir mit dem Fokus aufs Innere in uns entdecken. Nicht alles ist Licht & Liebe. In unserem Inneren finden wir (im Normalfall und ja, auch bei mir) Schatten der Dinge, die wir erlebt haben und in die hinterste, unterste Ecke unseres Unterbewusstseins verschoben haben. Weil sie uns unangenehm waren, weil wir Angst davor hatten, weil wir uns überfordert fühlten… Diese Liste lässt sich beliebig fortsetzten…
So haben wir die Dinge und Erlebnisse – zu unserer eigenen „Sicherheit“ – ins unterbewusste Dunkle verbannt und damit „Schatten“ erzeugt. ABER… Nur weil wir sie in die hinterste, unterste Ecke des Unterbewusstseins verschoben haben, sind sie nicht wirkungslos. Ganz im Gegenteil! Diese „Schatten“ wirken, oftmals ohne das wir es bemerken, auf jede unserer Gedanken und jedes unserer Gefühle.
Das ist im Übrigen auch einer der Gründe, warum Affirmationen manchmal ums Zerplatzen nicht funktionieren wollen. Denn wenn man sich im Bewusstsein versucht durch Affirmationen in eine bestimmte Richtung zu manövrieren, es aber zu dem Thema einen Schatten im Unterbewusstsein gibt, wird der Schatten dafür sorgen, dass die Affirmation wirkungslos im Sand verläuft. Zu unserer eigenen Sicherheit selbstverständlich 😉
Doch zurück zu Rückzug und Dunkelheit… So können wir diesen Rückzug, und durch die damit verbundene Dunkelheit, im Winter dazu nutzen mal genauer in unser Unterbewusstsein zu schauen.
Um an dieser Stelle eine meiner Lieblingsbands zu zitieren…

„`Cause in the dark it’s easier to see
Denn im Dunkeln ist es leichter zu sehen…

Ja, so ist es… Durch die Dunkelheit & Stille sind wir nicht mehr abgelenkt von all dem blühenden Leben (im Frühling) und dem vollen prallen Sein (im Sommer).
Über eine langsam eintretenden Ruhe (im Herbst) sind wir in die Stille & Dunkelheit des Winters übergegangen, so dass es für uns einfacher möglich ist, in unser Inneres zu sehen, zu spüren und wahrzunehmen.
So haben wir die Möglichkeit, all die Dinge, die wir durch die Stille & Dunkelheit erkennen können, über den Winter hinweg zu reinigen und zu regenerieren. Um in Frühling und Sommer mit neuer Kraft erblühen zu können.

Doch bevor ich das weiter aufdrösele, möchte ich dir noch ein paar allgemeine Infos mit auf den Weg geben.
Wenn du in den vergangenen Monaten die Artikel „Jahreskreis * Reife & Ernte * Litha & Lammas“ (Sommer) und „Jahreskreis * Ruhezeit * Mabon & Samhain“ (Herbst) gelesen hast, kannst du das Allgemeine gerne überspringen. Weiterlesen in dem Fall unterhalb der Sternchen ********


Der Jahreskreis beinhaltet insgesamt 8 Feste bzw. „Stationen“ im Laufe eines Kalenderjahres. Vier der Feste sind Sonnenfeste und haben damit einen festen Platz in unserem „normalen“ (Sonnen-)Kalender.
Die anderen vier Feste sind Mondfeste. Auch ihnen wurde, der Einfachheit halber, ein festes Datum im Sonnenkalender zugewiesen. Der „wirkliche“ Zeitpunkt dieser vier Feste berechnet sich allerding… du ahnst es sicher schon… nach dem Mond. Aus diesem Grund werde ich bei den Mondfesten immer beide Termine angeben.
Einmal im Vierteljahr gibt es für dich hier einen Artikel über die jeweils beiden nächsten Jahreskreisfeste. Da Sonnen- und Mondfeste immer abwechselnd im Jahreskreis vorkommen, wird in jedem Artikel ein Sonnen-Fest und ein Mond-Fest beschrieben.
Wenn du noch mehr Allgemeines zum Jahreskreis lesen möchtest, kannst du das >> HIER << tun.

**************************************************************************************************

Yule (dieses Jahr am 21. Dezember 2022)
Das Jahreskreisfest Yule richtet sich nach unserem „normalen“ Sonnenkalender und ist damit eins der Sonnenfeste im Jahreskreis. In den meisten Kalendern ist es als Winteranfang abgedruckt.
Vielleicht kennst du Yule unter dem Namen Wintersonnenwende. Auch das christliche Weihnachtsfest lieg mit dem 24. Dezember ganz in der Nähe.
Der Begriff der Wintersonnenwende beschreibt das astrologische Ereignis, das jedes Jahr zwischen dem 20. und 23. Dezember stattfindet.
Wo Tag und Nacht im Herbst mit der Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche (Mabon) ihren Ausgleich gefunden haben, so stellt die Wintersonnenwende den Zeitpunkt der längsten Nacht und des kürzesten Tags des Jahres dar. Solch eine Sonnenwende findet immer zwei Mal im Jahr statt. Einmal zu Yule (Wintersonnenwende) und einmal zu Litha (Sommersonnenwende).
Im Gegensatz zu Mabon, das einen Balancepunkt darstellt, stellt Yule damit einen Wendepunkt dar. Dieser Wendepunkt gilt natürlich nicht nur für Tag & Nacht, sondern auch für uns – in emotionaler & psychischer Hinsicht.
Ab diesem Zeitpunkt – wenn auch der Winter gerade erst beginnt – werden die Tage nach und nach wieder länger und die Nächte jeden Tag ein bisschen kürzer. So lange bis sie am Tag der Frühlings-Tag-und-Nachtgleiche (Ostara) gleich lang sind. Mehr zur Tag-und-Nachtgleiche erfährst du hier im Blog im März nächsten Jahres. Jetzt bleiben wir erstmal im Winter.
An Yule sind auch wir am Tiefpunkt des Jahres angelangt. Abends wird es schon nachmittags dunkel und morgens früh dämmert es erst spät. Wo im Sommer zu Sommersonnenwende (Litha) die Sonne schien, vieles in voller Blüte stand und wir das Leben und den Höhepunkt der Energie gefeiert haben, sind wir nun auf der anderen – sehr viel stilleren – Seite der Medaille angekommen.
Zur Wintersonnenwende (Yule) ist es meist trist und kalt, die Dunkelheit ist an ihrem Höhepunkt angelangt, die Natur und auch wir – haben uns in uns zurück gezogen. Doch feiern wir mit Yule nicht nur den Tiefpunkt des Jahres, sondern auch, dass dieser überwunden ist. Denn schon am Tag nach Yule, werden die Tage wieder länger. Wir feiern also die Rückkehr des Lichts.

Nun aber speziell zu den….
Frequenzen des Yule-Festes
Themen: Wandlung, tiefste Nacht, Wiedergeburt des Lichts. Analog zu den Rauhnächten (s. unten) auch: in die Stille gehen, über das vergangenen Jahr reflektieren, Änderungen beschließen und Wünsche fürs neue Jahr notieren.
Pflanzen & Kräuter: Efeu, Mistel, Stechpalme, rote Beeren, Tannenzweige, Tannenzapfen (vielleicht golden bemalt), Zimtstangen, Sternanis, getrocknete Orangenscheiben (wenn kleine Kinder und/oder Haustiere mitfeiern, bitte darauf achten, dass die pflanzliche Deko ungiftig ist!)
Leibliches Wohl: Popcorn, Honigkuchen, Apfelstrudel mit Vanillesoße, rote Früchte, warmer Punsch (HIER klicken fürs Punsch-Rezept), Schwarzwurzelsalat, Champignonpfanne (lass deiner Fantasie freien Lauf mit Obst und Gemüse nach Saison…)
Yule-Fest feiern
Jahreskreisfeste zu feiern geht auf alle erdenklichen Arten und Weisen. Auch hier sind deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die oben genannten Themen, Pflanzen, Kräuter und Lebensmittel unterstützen dich dabei, das ganze passend zu Yule zu gestalten. Mehr zu Yule Passendes findest du auch bei den Frequenzen des Monats * Dezember.
Ein paar Anregungen zum WIE FEIERN? findest du >> HIER << in einem zusätzlichen Artikel, um den Rahmen dieses Artikels nicht zu sprengen.

Kurz zurück zum Thema Rauhnächte… der 21. Dezember markiert den Beginn der 13-tägigen Phase der Rauhnächte. Also eigentlich den Beginn der Vorbereitungen für die Rauhnächte, die dann am 24. Dezember abends so richtig starten und am 6. Januar enden.
Ich bin seit 2018 großer Fan der Rauhnächte und werde sie auch dieses Jahr für mich nutzen.
Die Rauhnächte werden traditionell (wie oben bereits erwähnt) dazu genutzt in die Stille zu gehen, über das vergangenen Jahr zu reflektieren, Änderungen zu beschließen und Wünsche fürs neue Jahr zu notieren.
Leider bin ich bisher noch nicht dazu gekommen, einen Artikel darüber zu schreiben. Ich gebe mir Mühe, das bis zum nächsten Jahr zu beheben 😉 So lange kannst du in einem externen Link HIER nachlesen…
Mit ein bisschen Glück schaffe ich es dieses Jahr noch, ein PDF (Workbook) für die Rauhnächte umzusetzen.
Ich ich arbeite schon daran, bin jedoch noch nicht fertig. Sollte ich es also vor dem 21. Dezember schaffen (was ich seeeeehr hoffe!) bekommst du das PDF per Newsletter und im TelegramKanal automatisch zugesendet…
Selbstverständlich erhalten auch alle die sich bis zum 6. Januar neu in den Newsletter eintragen das PDF zugesendet 😁



Du möchtest Neuigkeiten zu den Rauhnächten nicht verpassen?
Dann abonniere gerne meinen Newsletter oder hüpfe in meinen Telegram Kanal

1x monatlich mit den Links zu den Artikeln der vergangenen vier Wochen und den „Frequenzen des Monats“
⬇️

etwa 4x pro Monat die Info zum neuen Artikel
– hier bist du stets up-to-date 😉
⬇️



Imbolc (02. Februar bzw. nach dem Mond berechnet am 05. Februar 2023)
Wie du vielleicht oben im allgemeinen Teil gelesen hast, richtet sich das exakte Datum dieses Festes nach dem Mond. Das auf den „normalen“ (Sonnen-)Kalender angepasste feste Datum ist der 2. Februar. Der jedes Jahr an einem anderen (Mond-)Tag liegende Termin für Imbolc ist in 2023 der 5. Februar.
Hier noch kurz der Hinweis zu den Parallelen zum Christentum: Lichtmess am 2. Februar.
An Imbolc ist schon deutlich zu spüren, dass wir uns bereits hinter der Wintersonnenwende (Yule) befinden. Man merkt, dass die Tage länger geworden sind und es abends nicht mehr sooooo früh dunkel wird.
Der Winter ist im Februar in vollem Gange und beehrt uns oftmals mit eisiger Kälte oder sogar Schnee. Doch so sehr der Winter hier nochmals zuschlägt, sind wir doch nur etwas mehr als einen Monat von der Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleich (Ostara) und damit vom Frühlingsanfang entfernt. Wir können das Licht am Ende des Tunnel quasi schon sehen.
In der Tiefe der Erde und vielleicht sogar von einer Schneeschicht bedeckt, beginnt sich das Leben zu regen. Die ersten Botschafter, die das Wiedererwachen der Natur aus dem Winterschlaf verkünden, sind die Schneeglöckchen und Winterlinge.
In alten Traditionen wurde zu Imbolc oftmals zur „ganzheitlichen“ Reinigung ein rituelles Bad genommen. Warum diesen Brauch nicht nutzen und für unsere heutige Zeit „umbauen“? Jetzt wo es auf das Ende des Winters zugeht, tut ein Basenbad bei Kerzenschein besonders gut 🤩

Nun aber speziell zu den….
Frequenzen des Imbolc-Festes
Themen: Erwachsen des Lichts, neue Hoffnung spüren, Reinigung im Innen & Außen (wie wäre es mit Sauna?), Neubeginn, Chaosbeseitigung (solltest du es also VOR den Rauhnächten nicht mehr geschafft haben, auszumisten – während der Rauhnächte sollte man nicht ausmisten! – ist jetzt zu Imbolc deine zweite Chance 😉
Pflanzen & Kräuter: Schneeglöckchen (darf man leider wegen geringer Bestände nicht pflücken, vielleicht magst du dir im Baumarkt Schneeglöckchen besorgen und diese nach Imbolc nach draußen pflanzen!?!), Winterlinge, Eberesche, Efeu, Salbei, Hasel- und Birkenzweige (wenn kleine Kinder und/oder Haustiere mitfeiern, bitte darauf achten, dass die pflanzliche Deko ungiftig ist!)
Leibliches Wohl: Crêpes, Nudeln mit Salbei-Butter, Lauch-Käse-Suppe (lass deiner Fantasie freien Lauf mit Obst und Gemüse nach Saison…).
Imbolc-Fest feiern
Jahreskreisfeste zu feiern geht auf alle erdenklichen Arten und Weisen. Auch hier sind deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die oben genannten Themen, Pflanzen, Kräuter und Lebensmittel unterstützen dich dabei, das ganze passend zu Imbolc zu gestalten. Mehr zu Imbolc Passendes findest du auch in den „Frequenzen des Monats * Februar“, die Ende Januar im Blog erscheinen. Du möchtest einen Hinweis, wenn die neuen „Frequenzen des Monats“ erscheinen? Dann abonniere gerne meinen Newsletter (1x pro Monat) oder komm in meinen Telegram-Kanal (4-6x pro Monat)!
Ein paar Anregungen zum WIE FEIERN? findest du >> HIER << in einem zusätzlichen Artikel, um den Rahmen dieses Artikels nicht zu sprengen.



So wünsche ich dir viel Spaß beim Feiern dieser beiden Jahreskreisfeste!
Ganz egal…

wie laut oder leise
wie besinnlich oder ekstatisch
wie bodenständig oder spirituell
du dein Jahreskreisfest begehen möchtest…

Herzliche Grüße
Angela

2 Kommentare

  1. […] am 2. Februar die Wiederkehr des Lichts mit dem Imbolc-Fest. Wie du vielleicht schon in meinem Artikel über die beiden Feste Yule & Imbolc gelesen hast, ist diese Zeit eine Zeit der Reinigung. Eine Zeit des „in die Tiefe […]

  2. […] die „Wiederkehr des Lichts“ mit dem Imbolc-Fest. Wie du vielleicht schon in meinem Artikel über die beiden Feste Yule & Imbolc gelesen hast, ist diese Zeit eine Zeit der Reinigung. Eine Zeit des „in die Tiefe […]

Kommentare sind geschlossen.

Magst du Kekse? Diese Seite nutzt Cookies. Bei weiterer Nutzung der Seite stimmst du diesen Cookies zu! Bitte beachte dazu die Datenschutzerklärung.

X