Holunder * gesunde Fülle der Natur

Die folgenden Gesundheitsinfos ersetzen NICHT den Gang zu Arzt und/oder Heilpraktiker!
Deine Apotheke berät dich sicherlich gerne zu Mitteln der Naturheilkunde!
Weitere Infos findest du unter den Wichtigen Hinweisen!
Produktnennung = unbezahlte Werbung.


Was der „Hollerstrauch“ zu bieten hat

Der Holunder wurde schon von den Germanen als Heilkraut geschätzt. Auch Hippokrates, Paracelsus und Hildegard von Bingen haben über die Heilkraft des Holunders berichtet.
Traditionell wird der Holunder genutzt zur Stärkung der Abwehrkräfte, Linderung von Erkältungssymptomen, als Schwitztee zum Fiebersenken sowie gegen Husten und Heiserkeit.
Wie du siehst, wäre es eigentlich ganz praktisch, Holunderblüten für den Herbst und Winter zu haben. Als Vorrat, kannst du die Blüten trocknen um sie aufbewahren zu können.
Und nur so ganz am Rande: Die Blüten lassen sich auch sehr gut einfrieren 😉 Und bevor du jetzt beim Einfrieren an Gefrierbeutel denkst… Man kann auch Sachen in Twist-Off-Gläsern einfrieren. Dazu weiter unten mehr…
Ich persönlich bevorzuge das Einfrieren gegenüber dem Trocknen lassen, weil es schneller geht 😇 Wahrscheinlich hast du schon bemerkt, dass ich immer eher für die zeitsparende Variante zu haben bin 😂
Ob nun getrocknet oder eingefroren… Mit deinem Vorrat kannst du die Rezepte, wenn es z.B. um die Linderung von Erkältungssymptomen geht, auch problemlos im Herbst und im Winter dann zubereiten.


Holunderblüten sammeln

Die Blütezeit des Holunders ist zwischen Mai und Juli. Beim Sammeln der Holunderblüten solltest du Folgendes beachten:
🤍 sammle an einem trockenen Tag (am besten um die Mittagszeit)
🤍 achte darauf, dass kein Morgentau mehr auf den Blüten ist
🤍 ernte nur voll erblühte Blüten
🤍 lasse immer genügend Blütendolden an jedem Strauch, damit gesunde Holunderbeeren wachsen können und du Bienen & Co. genügend übrig lässt 🐝
Zum Sammeln benutzt du am besten ein Körbchen, damit die Blüten „atmen“ können. Zum Abschneiden der Dolden eignet sich ein Taschenmesser oder eine etwas größere Schere.


Erste Vorbereitung

Durch sanftes Klopfen kannst du die Blüten von möglichen Käfern und anderen Insekten befreien. Oder aber du lässt die Dolden für ein paar Stunden draußen ausgebreitet liegen, sodass sich Krabbeltierchen von alleine verflüchtigen.


Blüten einfrieren

Wenn sich alle Krabbeltiere verflüchtigt haben, entfernst du größere Stiele, füllst die Blüten in ein Twist-Off-Glas und stellst das Ganze in den Gefrierschrank. Was beim Einfrieren in Gläsern zu beachten ist, kannst du hier nachlesen (LINK).


Blüten trocknen

Entferne größere Stiele. Lege die Blüten auf Tücher an einen trockenen Ort ohne Sonneneinstrahlung. Achte darauf, dass sich die Blüten nicht überlappen, um Schimmel zu vermeiden. Nach einem Tag solltest du die Blüten wenden, damit sie besser trocknen können. Fertig getrocknet sind die Holunderblüten, wenn sie beim Reiben in der Hand rascheln und zerbröseln. Achte aber auch darauf, dass die Stiele gut durchgetrocknet sind, denn diese brauchen länger um ganz durchzutrocknen. Wenn du dir dann ganz sicher bist, dass alles gut getrocknet ist, kannst du die Holunderblüten in dunklen Gläsern aufbewahren.

So viel zum Sammeln und Haltbarmachen…
Nun zu den Rezepten:


Holunderblütentee

Traditionell angewendet zur Stärkung der Abwehrkräfte, Linderung von Erkältungssymptome, als Schwitztee zum Fiebersenken.
Die Zubereitung ist vollkommen unkompliziert. Frische, getrocknete oder eingefrorene Holunderblüten mit kochendem Wasser übergießen und ziehen lassen. Wenn der Tee etwas abgekühlt ist, kann er bei Bedarf mit Honig etwas gesüßt werden.


Holunderblütensirup

Traditionell angewendet gegen Husten und Heiserkeit.
Für den Sirup benötigst du 5 große Dolden. Am besten frisch gepflückte Blüten. Die Blüten sollten sauber, frisch aufgeblüht und insektenfrei sein. Blüten möglichst nicht waschen, da beim Waschen der Blütenstaub (Geschmacksträger) verloren geht.
Solltest du eingefrorene Blüten verwenden wollen, musst du diese erst auftauen lassen.
Die großen Stängel und geschlossenen Blüten abschneiden, sie würden den Sirup bitter machen.
Die Blüten in ein verschließbares (ausgekochtes) Glas geben (ca. 600 ml). Dann 1/4 Liter Wasser mit 250g Zucker (ggf. eine Mischung aus Zucker & Xylit) aufkochen und rühren bis sich der Zucker gelöst hat. Zitronen- oder Limettensaft zufügen und die Mischung sofort auf die Blüten gießen. Das Glas verschließen, abkühlen lassen und für 2-3 Tage im Kühlschrank durchziehen lassen.
Dann den Inhalt des Glases absieben und in ein ausgekochtes Glas mit Deckel füllen. Jetzt kannst du den Sirup mehrere Monate im Kühlschrank aufbewahren.
Tipp: Solltest du eine größere Menge zubereiten wollen, koche den Sirup nach dem Absieben nochmals auf und fülle ihn sofort in ausgekochte Twist-Off-Gläser. Wenn die Twist-Off-Gläser Vakuum ziehen, kannst du den Sirup länger aufbewahren. So hält er sich bei kühler und dunkler Lagerung ungeöffnet für etwa 6 bis 12 Monate.


Nun wünsche ich dir viel Spaß bei der „Blüten-Jagd“ und natürlich
beim Zubereiten von Holunderblüten-Tee und/oder Sirup!

Lass es Dir schmecken und bleib gesund!


Herzliche Grüße

Angela

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