Jahreskreis * Ruhezeit * Mabon & Samhain

Bestimmt hast du in den „Frequenzen des Monats“ schon gesehen, dass dort die Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche (Mabon) auf dem Kalenderblatt für den September vermerkt ist.
Heute möchte ich dir gerne etwas mehr über dieses (und ein weiteres) Jahreskreisfest erzählen…

Mabon bzw. Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche und Samhain sind geprägt von dem Thema „Ruhe“ bzw. zur Ruhe kommen. Nun beginnt in der Natur (und natürlich auf für Landwirte) eine etwas ruhigere Zeit. Die Zeit von Reife & Ernte (Litha & Lammas) ist vorüber und es ist damit Zeit, sich von der anstrengenden Ernte (im realen wie auch im übertragenen Sinne) zu erholen.
Hier treten nun eher die Jäger & Sammler auf den Plan. Herbst & Winter sind traditionell die Zeiten in denen Treibjagden stattfinden. Meist werden dabei Wildschweine gejagt. Im Herbst hat die Natur den Sammlern vieles zu bieten, z.B. Nüsse, Beeren und Äpfel.
Das Jagen & Sammeln lässt sich natürlich jetzt nicht so leicht auf unsere emotionale Innenwelt anwenden, wie das beim Thema Reife & Ernte bei den Festen Litha & Lammas der Fall war.

Doch bevor ich das weiter aufdrösele, möchte ich dir noch ein paar allgemeine Infos mit auf den Weg geben.
Wenn du im Juni den Artikel „Jahreskreis * Reife & Ernte * Litha & Lammas“ gelesen hast, kannst du das Allgemeine gerne überspringen. Weiterlesen in dem Fall unterhalb der Sternchen ********

Der Jahreskreis beinhaltet insgesamt 8 Feste bzw. „Stationen“ im Laufe eines Kalenderjahres. Vier der Feste sind Sonnenfeste und haben damit einen festen Platz in unserem „normalen“ (Sonnen-)Kalender. Die anderen vier Feste sind Mondfeste. Auch ihnen wurde, der Einfachheit halber, ein festes Datum im Sonnenkalender zugewiesen. Der „wirkliche“ Zeitpunkt dieser vier Feste berechnet sich allerding… du ahnst es sicher schon… nach dem Mond. Aus diesem Grund werde ich bei den Mondfesten immer beide Termine angeben.
Einmal im Vierteljahr gibt es für dich hier einen Artikel über die jeweils beiden nächsten Jahreskreisfeste. Da Sonnen- und Mondfeste immer abwechselnd im Jahreskreis vorkommen, wird in jedem Artikel ein Sonnen-Fest und ein Mond-Fest beschrieben.
Wenn du noch mehr Allgemeines zum Jahreskreis lesen möchtest, kannst du das >> HIER << tun.

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Mabon (dieses Jahr am 23. September 2022)
Dieses Fest richtet sich nach unserem „normalen“ Sonnenkalender und ist in den meisten Kalendern als Herbstanfang abgedruckt.
Vielleicht kennst du Mabon unter dem Namen Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche oder (Herbst-)Äquinoktium. Auch das christliche Erntedankfest lieg mit dem ersten Sonntag im Oktober ganz in der Nähe. Und tatsächlich wird Mabon als ein Erntefest gefeiert.
Der Begriff der Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche beschreibt das astrologische Ereignis, das jedes Jahr zwischen dem 22. und 24. September stattfindet. Vom Zeitpunkt der Sommersonnenwende (Litha) mit dem längsten Tag des Jahres, sind die Tage immer kürzer und die Nächte immer länger geworden. So finden die Tage und Nächte zu Mabon ihren Ausgleich. Nur um sich bis zum 21. Dezember hin zur längsten Nacht des Jahres zu bewegen.
Die Tag-und-Nacht-Gleich findet immer zweimal im Jahr statt, einmal im Herbst (Mabon) und einmal im Frühling (Ostara).
Im Gegensatz zu Litha, das einen Wendepunkt darstellt, stellt Mabon damit einen Balancepunkt dar. Dieser Balancepunkt gilt natürlich nicht nur für Tag & Nacht, sondern auch für uns – in emotionaler & psychischer Hinsicht.
An Mabon ist das Jahr in seiner Balance angekommen. Der Spätsommer neigt sich langsam dem Ende zu. Spät abends und früh morgens ist die Kälte des Herbsts schon zu spüren, während uns die Tage oftmals noch mit Sonne und Wärme verwöhnen.
Nun ist es an der Zeit in die Ruhe zu kommen und Sonne, Energie & Geselligkeit zu tanken, für die dunklen und kalten Tage, die sich schon erahnen lassen. Wir feiern damit auch den Abschied vom Sommer.
Auch ist es an der Zeit über die Balance im eigenen Leben nachzudenken:
Balance zwischen…
… Tun & Sein
… Arbeit & Entspannung
… Sitzen & Bewegung
… Zeit mit anderen Menschen & Zeit für sich alleine
… Außenwelt & Innenwelt
Der Tag nach Mabon eignet sich auch hervorragend, um die Entgiftungsfunktionen des Körpers zu unterstützen. Lies dazu auch gerne mehr in meinem Artikel „Gesund durch den Herbst“. Die Detox-Energie nach Mabon ist ähnlich, wie die des abnehmenden Mondes, nur das hier eben die Sonne abnimmt.
Doch jetzt speziell zu den…
Frequenzen des Mabon-Festes
Themen: Früchte des Tuns & der Ernte feiern, Dankbarkeit, Gleichgewicht zwischen Außenwelt & Innenwelt, Unnötiges & Vergangenes loslassen, Balance & Ordnung schaffen
Pflanzen & Kräuter: Walnüsse, Gänseblümchen, Himbeeren, Brombeeren, Ringelblumen, Rotklee, Eicheln, Getreideähren (wenn kleine Kinder und/oder Haustiere mitfeiern, bitte darauf achten, dass die pflanzliche Deko ungiftig ist!)
Leibliches Wohl: Nudeln mit Walnusssoße, Salat mit Gänseblümchen-Deko, Weintrauben, Beeren-Quarkspeise, Rosinenbrot mit Honig, hellrote Fruchtsäfte, leichter Rotwein
Mabon-Fest feiern
Jahreskreisfeste zu feiern geht auf alle erdenklichen Arten und Weisen. Auch hier sind deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die oben genannten Themen, Pflanzen, Kräuter und Lebensmittel unterstützen dich dabei, das Ganze passend zu Mabon zu gestalten.
Ein paar Anregungen zum WIE FEIERN? findest du >> HIER << in einem zusätzlichen Artikel, um den Rahmen dieses Artikels nicht zu sprengen.

Samhain (in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November bzw. nach dem Mond berechnet am 25. Oktober 2022)
Wie du vielleicht oben im allgemeinen Teil gelesen hast, richtet sich das exakte Datum dieses Festes nach dem Mond. Das auf den „normalen“ (Sonnen-)Kalender angepasste feste Datum ist die Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November.
Wahrscheinlich kennst du das Samhain-Fest eher unter dem Namen Halloween. Und damit sicherlich auch eher die kommerziellen Halloween-Bräuche, die in den letzten Jahren über den „Großen Teich“ zu uns geschwappt sind. Das Samhain-Fest hat mit dem amerikanischen „Trick or Treat (Süßes sonst gibt’s Saures)“ jedoch eher wenig zu tun.
Doch auch hier noch kurz der Hinweis zu den Parallelen zum Christentum: Allerheiligen (1.11.) sowie Allerseelen (2.11.).
An Samhain ist dann auch bereits deutlich zu spüren, dass wir uns schon hinter der Zeit der Tag-und-Nacht-Gleiche von Mabon befinden.
Der Herbst ist in vollem Gange. Es ist dunkel, nass und nebelig. Und doch sind wir von der längsten Nacht des Jahres (Wintersonnenwende/Yule) um den 20. Dezember noch weit entfernt.
Es heißt, dass an Samhain die Schleier zwischen Diesseits und Jenseits besonders dünn sind. Diesem Umstand ist wohl zu verdanken, dass zu dieser Zeit auch die christlichen Feste Allerheiligen und Allerseelen der Verstorbenen gedenken.
Um Samhain ist es möglich in Meditationen besonders tief ins Unterbewusstsein (unsere persönliche Unterwelt sozusagen) zu gelangen. Eine gute Zeit also, um sich auf die Suche nach unbewussten Blockaden zu machen und die inneren Schatten zu bearbeiten.
Frequenzen des Samhain-Festes
Themen: Beginn des (inneren) Winters, Situationen & Dinge loslassen & transformieren, Reinigung der Ahnenlinie, innere Schattenarbeit
Pflanzen & Kräuter: rote Äpfel, Haselnüsse, Kürbisse, Efeu, Kastanien, Granatäpfel (wenn kleine Kinder und/oder Haustiere mitfeiern, bitte darauf achten, dass die pflanzliche Deko ungiftig ist!)
Leibliches Wohl: Apfelkuchen, Kürbissuppe, Eierspeisen, Eintopf mit Fisch, Esskastanien-Suppe, Tee aus Hibiskus oder Hagebutte, dunkelroter Fruchtsaft, schwerer Rotwein.
Samhain-Fest feiern
Jahreskreisfeste zu feiern geht auf alle erdenklichen Arten und Weisen. Auch hier sind deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die oben genannten Themen, Pflanzen, Kräuter und Lebensmittel unterstützen dich dabei, das ganze passend zu Samhain zu gestalten.
Ein paar Anregungen zum WIE FEIERN? findest du >> HIER << in einem zusätzlichen Artikel, um den Rahmen dieses Artikels nicht zu sprengen.


So wünsche ich dir viel Spaß beim Feiern dieser beiden Jahreskreisfeste!
Ganz egal…

wie laut oder leise
wie besinnlich oder ekstatisch
wie bodenständig oder spirituell
du dein Jahreskreisfest begehen möchtest…

Herzliche Grüße
Angela

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